Augenheilkunde ( Ein-Blick in die Geschichte):

Das Auge wird als Fenster zur Außenwelt bezeichnet. Diese Bezeichnung ist sehr zutreffend: ebenso wie jeder Mensch in die Außenwelt blickt, können auch die Augenärzte wie bei einem Fenster von Außen in das Auge des Patienten schauen und so viele Erkrankungen/Veränderungen als Blickdiagnose erfassen.

Die Augenheilkunde ist eine der faszinierendesten, ästhetischsten und ältesten Fächer der Medizin.

Die ersten schriftlichen Dokumente über die Augenheilkunde finden sich vor über 3600 Jahren in den Gesetzestafeln des Hammurabi als Vorschriften für Augenoperationen und bei den alten Ägyptern.


Die sog. Starstecher in der Antike und im Mittelalter drückten die stark getrübte Augenlinse mit dem Starmesser hinter der Pupille ins Auge, um die optische Achse wieder frei zubekommen, damit die Patienten wieder sehen konnten.

Erst ab dem 19. Jahrhundert mit der Erfindung des Mikroskops konnte die Anatomie und die Funktion des Auges verstanden und für die Therapie nutzbar gemacht werden.

Die Erfindung des Augenspiegels durch H. von Helmholtz (1851) revolutionierte die Diagnostik in der Augenheilkunde. Die heutigen Spaltlampen (Handwerkzeug des Augenarztes) sind nur eine Weiterentwicklung dieses Augenspiegels von Helmholtz und ermöglichen den Augenärzten biomikroskopische Untersuchungen am lebendigen Auge bis zur zellulären Ebene.

Die Licht- bzw. Fotokoagulation der Netzhaut durch die bahnbrechenden Arbeiten von Prof. G. Meyer-Schwickerath (1945-1952) ebnete den Weg zur Anwendung des Lasers am Auge, welches das zur Zeit modernste Diagnostik und Therapie-Verfahren in der Augenheilkunde darstellt.

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